Autor: Lothar Vollbrecht
Bilder: Lothar Vollbrecht, Tim Behrendt
Jedes Jahr wiederholt es sich: das 3-Tage-Event der Clubmeisterschaft ist für die Teilnehmer/-innen, die Greenkeeper, die Gastro und die Organisatoren mit Herausforderungen verbunden, die im jährlichen Veranstaltungskalender einzigartig sind.
Wer um die Titel kämpft, verlangt dem Körper ein hohes Maß körperlicher und mentaler Fitness ab, das Greenkeeperteam ist an drei Tagen in Folge sehr früh « auf den Beinen », die Gastro gibt alles, um die « erschöpft » ins Clubhaus kommenden Flights zeitnah mit « Speis und Trank » zu versorgen und die Organisatoren sind zumindest bemüht, in allenBelangen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Allen schon mal an dieser Stelle ein großes Dankeschön.
Schon der Freitag – für viele Teilnehmer/-innen ein Arbeitstag – war von Wetterkapriolen geprägt und für Spätstarter eher benachteiligend, da über den Tag hinweg golferisches Traumwetter herrschte, ab nachmittags aber eine erforderliche Gewitterunterbrechung und der nahende Sonnenuntergang vielleicht auf der ein oder anderen Scorekarte zu enttäuschenden Notierungen führte. Von der angebotenen Alternative an die Flights, die Runde ggf. zu unterbrechen und am Samstag zu beenden, musste aber kein Gebrauch gemacht werden.
Kandidaten/innen für den Titel gab es schon nach der Freitagsrunde. Bei den Damen waren es Meike und Sibylle , die sich leicht von der Konkurrenz absetzten, bei den Herren waren es Sebastian, Timo (Nordenholz) und Markus, die sich mit guten Runden in den letzten Flight des 2. Tages spielten.
Am Samstag waren wieder Regen und etwas aufkommender Wind die Rundenbegleiter. Am wenigsten davon beeindruckt waren offensichtlich bei den Damen Sibylle, Meike und Marion (Vollbrecht) -alle schon gekürte Clubmeisterinnen der vergangenen Jahredie die Runden mit Scores in den 80ern beendeten und sich damit auch in den letzten Flight des Sonntags spielten.
Bei den Herren waren es Volker und Wolfgang, die mit Runden in den 70ern auch dievorderen Plätze nach dem zweiten Tag übernahmen und mit Sebastian, der mit vier «braun unterlegten Zahlen» bei der PC CADDIE Zwischenabrechnung etwas « Federn lassen musste », aber aufgrund der super Samstagsrunde am Sonntag im letzten Flight an den Start gehen durfte. Bei den Damen waren es eigentlich nur noch Meike und Sibylle, die um den Titel spielten. Zu groß war der Abstand zur Konkurrenz.
Bei den Herren durften sich theoretisch noch sechs Kandidaten Chancen auf den Titel des Clubmeisters ausrechnen, da sechs Schläge Vorsprung durchaus mal schnell schwinden, wenn stark auffrischende Winde aus wechselnden Richtungen das Spiel um ein gutes Ergebnis begleiten.
…und so sollte es auch kommen.
Bei den Frauen durfte man annehmen, nach Bahn 16 wäre alles zu Gunsten von Sibylle Lamm entschieden, führte sie doch mit 5 Schlägen. Es folgten aber ein Birdie von Meike Schreiber an Bahn 17 und ein Doppelbogey von Sibylle und schon waren es nur noch 2 Schläge. Gute Nerven, gute Schläge und ein Quäntchen Glück waren jetzt gefragt. Maike sah ihre Chance und griff mit dem dritten Schlag das Grün der 18. Bahn an. Leider landete der Ball im Wasser, so dass es letztlich nur zu einem Doppelbogey reichte und Sibylle damit die « Tür zum Titel » mit einem eigenen Doppelbogey geöffnet wurde.
Die beiden letzten Flights wurden mit Applaus auf dem Weg zum Grün empfangen und nach den letzten Putts « geherzt » und beglückwünscht. Nur die von den Touren bekannten Szenen der Sektdusche unterblieben, worüber sich aber niemand ernsthaft wunderte.
Den letzten Herrenflights wurde die gleiche «Ehre» des Applauses erwiesen, zumal es auch noch zu einem abschließenden Highlight kam. Wolfgang war – wie auch schon der vorletzte Flight- nicht mehr im Rennen um den Titel. Bei Sebastian und Volker war es aber denkbar knapp und als der dritte Schlag von Volker Richtung auf die rechte Ausgrenze nahm, dann aber auf dem schmalen Grünstreifen zwischen dem Wasser und dem Aus liegen blieb, dürfte bei ihm Erleichterung zu spüren gewesen sein, als die Lage des Balles zurücksignalisiert wurde. Den kurzen Schlag über das Wasser und den Bunker meisterte er souverän und sicherte sich so mit einem Schlag Vorsprung den Titel des Clubmeisters, der – ebenso wie bei den Damen- mit einem schicken Pokal und einem Shirt in frei wählbarer Farbe und dem Aufdruck « Clubmeister 2026 » honoriert wurde.
Neben den Clubmeistern durften sich auch die Platzierten über werthaltige Gutscheine erfreuen und ebenso diejenigen, deren Handicaps sich verbesserten, immerhin bei sechs Damen und 16 Herren. Nicht unerwähnt bleiben sollen aber die Sieger der zeitgleich ausgetragenen Meisterschaften auf dem Weserplatz über 27 Loch auf Basis der Nettopunkte. Bei 19 Starter/innen kam es zu ELF Verbesserungen des Handicaps. Sieger und Gewinner des Wanderpokals wurde mit einem Nettopunkt Vorsprung Holger Gentsch.
Kaum entsprechend gewürdigt und dazu noch ohne Preis blieb die Leistung von Thomas Berger, der sich nach den Runden zum « Single » gespielt hatte, der « Wassertaufe » aber entging, da er zur Siegerehrung nicht mehr vor Ort war. Ob er wusste, was ihm drohte? Allen Gewinnern/innen an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch.
WESERPLATZ
- Holger Gentsch
- Wolfgang Sembritzki
- Ralf Jäger
NORDSEEPLATZ
DAMEN
- Sibylle Lamm
- Meike Schreiber
- Jana Meyer
HERREN
- Volker Jahn
- Sebastian Zander
- Wolfgang Lüsche